Gemeindehaus

Ersatz Kindergartenpavillon "Riedmatte"

Die Kreditvorlage des Gemeinderates f√ľr den Ersatz des Kindergartenpavillons "Riedmatte" wurde an der Urnenabstimmung vom 28. Juni 2020 abgelehnt. Die Projektpl√§ne inkl. Baubeschrieb sowie der detaillierte Kostenvoranschlag gem√§ss Abstimmungsvorlage wie auch die Fragen/Antworten k√∂nnen nach wie vor online eingesehen werden.

Das weitere Vorgehen wird demnächst kommuniziert.

 

Ihre Fragen / Unsere Antworten

 

Flugblatt FC Niederwil:
 

Aussage:
Eine erneute Vorlage (mit Unterkellerung) im September 2020 f√ľhrt zu keiner Bauverz√∂gerung.


Stellungnahme:
Das ist nicht korrekt. Selbst bei einer Zustimmung zu einem revidierten Projekt im September kann der Kindergarten nicht auf Beginn des Schuljahres 2021/2022 bezogen werden. Es ist unter anderem zu beachten, dass sowohl das Bewilligungsverfahren als auch die Bauausf√ľhrung beim Projekt mit Unterkellerung deutlich zeitintensiver w√§re.



Frage:
Ist das Kapazitätsproblem mit den Zusatzbelegungen gelöst?

Antwort:
Siehe Antwort auf ähnlich lautende Frage von Martin Bräuer.

Erg√§nzend dazu h√§lt der Gemeinderat fest, dass dem FC aufgrund des eingereichten Maximalbedarfes eine gr√∂ssere Benutzungskapazit√§t an den Kabinen der MZH zur Verf√ľgung gestellt worden ist. Neu stehen dem FC den ganzen Samstag und den ganzen Sonntag √ľber mindestens zwei Schiedsrichterkabinen sowie 6 Kabinen, wovon sich wie bisher zwei im Kindergarten Althau befinden, zur Verf√ľgung (siehe ¬ęZusicherung Mehrben√ľtzung¬Ľ in der Aktenauflage).

 

Frage:
Warum ist der Gemeinderat gegen das Anliegen des FC Niederwil?

Antwort:
Siehe Antwort auf ähnlich lautende Frage von Martin Bräuer.

Der Gemeinderat war, ist und wird sich auch zuk√ľnftig f√ľr die Anliegen des FC Niederwil einsetzen. Dies belegen zum Beispiel auch die j√§hrlichen Budgets und Rechnungsabschl√ľsse, woraus die Kosten f√ľr Unterhalt und Pflege des FC-Platzes entnommen werden k√∂nnen. Auch ist der Wunsch nach zus√§tzlich nutzbaren R√§umen aus Sicht des Gemeinderates durchaus nachvollziehbar. Er ist jedoch der Meinung, dass das Verh√§ltnis von Nutzen und Kosten bei einer Unterkellerung nicht ausgewogen ist.

 

 

Martin Bräuer (im Namen des Vorstandes FC Niederwil, aus dem Leserbrief in den Zeitungen):

Frage:
Wieso wird das neue Kindergartengeb√§ude ohne Unterkellerung mit zwei zus√§tzlichen Garderoben mit Duschm√∂glichkeiten f√ľr den FC Niederwil geplant? Die von uns bei drei Architekten erhobenen Mehrkosten betragen zwischen CHF 185‚Äė000 und CHF 215‚Äė000. Ein Drittel davon w√ľrde vom Sport-Toto-Fonds √ľbernommen.

Antwort:
In der Planungsphase haben Gespr√§che mit einer 2-er-Delegation des FC-Vorstandes stattgefunden. Das vom FC Niederwil gestellte Begehren f√ľr zus√§tzliche Garderoben mit Duschm√∂glichkeiten wurde intensiv gepr√ľft.

Der FC Niederwil verf√ľgt √ľber eine intakte Infrastruktur. Der Wunsch nach zus√§tzlich nutzbaren R√§umen ist aber auch aus Sicht des Gemeinderates durchaus nachvollziehbar. Der Gemeinderat hat deshalb die Ausarbeitung einer Projektvariante mit Unterkellerung und entsprechendem Ausbau in Auftrag gegeben. Die Kosten wurden durch den beauftragten Architekten auf ca. CHF 450‚Äė000 berechnet.

Nicht nur die Mehrkosten haben den Gemeinderat dazu bewogen, auf die Unterkellerung, welche ausschliesslich dem FC Niederwil dient, zu verzichten. Denn mit der bestehenden Infrastruktur kann nach Meinung des Gemeinderates eine L√∂sung angeboten werden, welche den W√ľnschen des FC Niederwil auch in Zukunft Rechnung tr√§gt. Dem FC Niederwil wurde bewilligt, dass er die Dusch- und Umkleidekabinen im UG der Mehrzweckhalle deutlich mehr als bisher nutzen kann. Die anderen Vereine werden dadurch nicht eingeschr√§nkt. Der Gemeinderatsentscheid vom 9. M√§rz 2020 kann hier eingesehen werden (siehe Dokumente).

Die frappante Differenz zwischen den einzelnen Kostensch√§tzungen kann nicht im Detail √ľberpr√ľft werden. Jedoch davon ausgehend, dass die Mehrkosten tats√§chlich nur CHF 185‚Äė000 betragen w√ľrden und der Sport-Toto-Fonds tats√§chlich einen Beitrag von einem Drittel beisteuern w√ľrde, verbliebe noch immer ein Restbetrag von CHF 125‚Äė000 zu Lasten der Gemeinde, wobei die zus√§tzlichen Unterhalts- und Reinigungskosten nicht eingerechnet sind. Angesichts der dargelegten Alternative w√§re auch diese Summe zu viel.

Dem Gemeinderat ist bewusst, dass der Wunschbedarf des FC Niederwil nicht erf√ľllt wird. Der Pflichtbedarf hingegen wird durch die erh√∂hte Nutzung der bestehenden Infrastruktur mehr als befriedigt. Und zwar kosteng√ľnstig und zweckm√§ssig.

 

 

Emil Wirth (Niederwil; aus dem Leserbrief in den Zeitungen):

Frage:
Wieso wird das neue Kindergartengeb√§ude ohne Unterkellerung f√ľr die Bed√ľrfnisse des FC Niederwil geplant? Vielleicht haben noch andere Vereine Bedarf.

Antwort:
Siehe Antwort auf die gleichlautende Frage von Martin Bräuer.

2016 wurde vom Gemeinderat bei den Vereinen eine Bed√ľrfnisevaluation durchgef√ľhrt. Von anderen Vereinen liegen keine Bed√ľrfnisanmeldungen vor. Auch w√§hrend der ganzen Planungsphase f√ľr das neue Kindergartengeb√§ude wurde der Gemeinderat nur vom Fussballclub diesbez√ľglich kontaktiert.

 

Frage:
Weshalb wurden auswärtige Architekten zugezogen?

Antwort:
Das Architekturb√ľro Burri und Studiger aus Windisch war mit der Bauleitung beim neuen Feuerwehrgeb√§ude betraut. Die Erfahrungen waren sehr gut, so dass sich der Gemeinderat auch aufgrund der Referenzen f√ľr Schulbauten im Rahmen seiner Kompetenz bei diesem Projekt f√ľr dieses B√ľro entschieden hat.

 

Frage:
Wieso haben wir in unserer Gemeinde eine so kurzsichtige Planung? Kommt das sp√§tere Bauen g√ľnstiger und haben wir im Zentrum der Gemeinde noch Landreserven f√ľr die Gemeindebaulichkeiten?

Antwort:
Die Strategie des Gemeinderates ist keineswegs kurzsichtig. Sie basiert auf verschiedensten Faktoren ‚Äď so unter anderem auf der Bev√∂lkerungsentwicklung und den daraus resultierenden Folgen bei der Infrastruktur (Werkleitungen, Geb√§ude usw.) Wie bereits mehrmals kommuniziert rechnet der Gemeinderat l√§ngerfristig mit einer Bev√∂lkerungszahl von rund 3‚Äė200. Das Legislaturprogramm, die Finanz- und Projektplanung sind wesentliche F√ľhrungsinstrumente. Diese werden laufend aktualisiert und der Bev√∂lkerung auch kommuniziert.

 

 

Mario Gratwohl (Niederwil):

Frage:
Seit wann sind dem Gemeinderat die kantonalen Normen bez√ľglich Gr√∂sse und Ausstattung des Kindergartengeb√§udes bekannt oder wann sind diese in Kraft getreten?

Antwort:
Die Planung, Gestaltung, Realisierung und Finanzierung von Schulr√§umen und -bauten liegt in der Kompetenz der Gemeinden. Der Kanton erl√§sst lediglich Empfehlungen als Orientierungsrahmen f√ľr die Gemeinden aber keine verbindlichen Vorschriften. Siehe dazu: Kantonale Empfehlungen Schulr√§ume und Schulbauten (dat. 26.06.2013). (https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/bks/dokumente_1/volksschule_kindergarten/schulstruktur_schulorganisation/BKSVS_Empfehlungen_Schulraeume.pdf)

Der Gemeinderat setzt sich f√ľr einen starken und attraktiven Schulstandort Niederwil ein. Voraussetzung daf√ľr sind auch Schulr√§ume, die den heutigen Anforderungen entsprechen.

Beim geplanten Kindergartengeb√§ude wird insbesondere ein separater Gruppenraum geschaffen. Dieser erm√∂glicht den Lehrpersonen zum Beispiel auch mit wenigen Kindern etwas zu besprechen oder zu √ľben ohne dass der Raum anderweitig genutzt wird. Es werden Raum und Nischen geschaffen, damit ruhige und lebhafte Aktivit√§ten gleichzeitig stattfinden k√∂nnen.

 

Frage:
Mit welchen Grundlagen kam der Gemeinderat auf die CHF 765'000 im Finanzplan?

Antwort:
Bei der Grobkostensch√§tzung als Basis f√ľr den Finanzplan ging man von einem 1:1 Ersatz aus. Es war eine Sch√§tzung ohne dass daf√ľr ein fundiertes Gutachten bei einem Architekten eingeholt wurde.

 

Frage:
Findet der Gemeinderat die Honorarkosten angemessen? (Bausumme ca. CHF 900‚Äė000 --> Honorarkosten > CHF 200‚Äė000)?

Antwort:
Die dem Kostenvoranschlag zugrunde liegenden Honorarkosten wurden gem√§ss den SIA-Normen berechnet. Die definitiven Planerauftr√§ge sind f√ľr die Ausf√ľhrungsphase noch nicht erteilt und werden noch verhandelt. Bei einem Bauobjekt dieser Art und Gr√∂ssenordnung ist mit Honorarkosten +/- 20 % zu rechnen.

 

Frage:
Ist der m3-Preis (CHF 1‚Äė033) ein √ľblicher Referenzpreis f√ľr solche Objekte?

Antwort:
Die Kosten bei vergleichbaren Objekten (Umfang und Ausbaustandard) bewegen sich auch in diesem Rahmen.

 

Frage:
Weshalb wurde die Photovoltaikanlage nicht als Einzelantrag ausgeschrieben?

Antwort:
Die Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung im vergangenen November dem Label ‚ÄěEnergiestadt‚Äú zugestimmt. Die beantragte PV-Anlage ist ein Teil der Umsetzung dieser Strategie. Der Gemeinderat erachtet es als wichtig, dass erneuerbare Energien angewandt werden. Mit der eigenen Stromproduktion leistet die Gemeinde einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes.

Das Geb√§ude wird nach MINERGIE-Standard geplant, erstellt und anschliessend zertifiziert. Voraussetzung f√ľr das MINERGIE-Label w√§re zumindest eine kleinfl√§chige Anlage. Die geplante vollfl√§chigen Anlage ist nicht nur aus √∂kologischer Sicht sinnvoll sondern ist auch wirtschaftlich betrachtet eine vorteilhafte Investition. Detaillierte Abkl√§rungen wurden gemacht (siehe Detailstudie Photovoltaik).

Die Photovoltaikanlage geh√∂rt zum Projekt. Eine separate Abstimmung dar√ľber erachtet der Gemeinderat als nicht erforderlich.¬†

 

 

 

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02.06.2020

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