Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen wirken sich zunehmend auf die gemeinsame Wasserversorgung der Gemeinden Niederwil und Fischbach-Göslikon aus. In unserer Region fiel in diesem Jahr lediglich rund die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge. Entsprechend ist der Grundwasserstand seit dem Frühjahr deutlich rückläufig. Innerhalb weniger Monate ist er um rund 2,7 Meter gesunken.
Die in den vergangenen Jahren gemeinsam umgesetzten Investitionen in die Wasserversorgung bewähren sich gerade jetzt. Sie verschaffen den Gemeinden wertvolle Reserven und zusätzlichen Handlungsspielraum. Dennoch reicht dies allein nicht aus – entscheidend ist jetzt auch ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser.
Die Trinkwasserversorgung ist weiterhin gewährleistet. Mit einem bewussten Umgang mit Trinkwasser können wir gemeinsam dazu beitragen, dass auch in den kommenden Wochen genügend Wasser für alle verfügbar bleibt. So lassen sich weitergehende Einschränkungen möglichst vermeiden.
Dringender Appell zum Wassersparen
Die Gemeinderäte Niederwil und Fischbach-Göslikon appellieren deshalb dringend an die Bevölkerung und die Betriebe, den Wasserverbrauch ab sofort deutlich zu reduzieren und auf alle nicht zwingend notwendigen Wasserbezüge zu verzichten. Dazu gehören insbesondere:
- auf das Bewässern von Rasenflächen, Wiesen, Böschungen, Rabatten und anderen Grünflächen mit Trinkwasser verzichten;
- Rasensprenger, Regner und andere grossflächige Bewässerungssysteme nicht betreiben;
- Schwimmbäder, Planschbecken, Whirlpools, Teiche und ähnliche Anlagen nicht befüllen oder nachfüllen;
- Fahrzeuge, Vorplätze, Fassaden, Dächer und Terrassen nicht mit Wasser reinigen;
- private Zierbrunnen, Wasserspiele und ähnliche Anlagen ausser Betrieb nehmen;
- Gemüsebeete für den Eigenbedarf nur sparsam und gezielt mit der Giesskanne bewässern und nach Möglichkeit gesammeltes Regenwasser verwenden;
- kurz duschen statt baden und den Wasserhahn beim Zähneputzen, Rasieren und Einseifen schliessen;
- Waschmaschinen und Geschirrspüler nur vollständig beladen laufen lassen;
- tropfende Wasserhähne und undichte Spülungen rasch reparieren sowie bei der Toilette die Spülstopp-Funktion nutzen;
- Wasser vom Waschen von Obst und Gemüse auffangen und weiterverwenden;
- wassersparende Duschköpfe und Strahlregler einsetzen.
Einschränkungen für die Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen wurden den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben separat mitgeteilt. Ein Grossteil der Kulturen wird zudem ab der Reuss bewässert.
Die Sportanlagen in Niederwil werden nicht mit Trinkwasser bewässert.
Die Gemeinden überwachen den Grundwasserstand, die Fördermengen und den Wasserverbrauch laufend. Geht der Verbrauch nicht spürbar zurück oder bleiben ergiebige Niederschläge weiterhin aus, werden verbindliche Einschränkungen des Wasserbezugs geprüft und nötigenfalls verfügt.
Die Gemeinderäte Niederwil und Fischbach-Göslikon sind überzeugt, dass die Bevölkerung und die Betriebe mithelfen werden, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Dafür danken sie bereits heute herzlich. Jede eingesparte Wassermenge hilft mit, die Versorgung auch während der kommenden Wochen sicherzustellen.
